"Der Charakter des Havanesers

Der Havaneser ist ein fröhlicher, aufgeschlossener und freundlicher Familien- und Begleithund.
Er ist sehr gelehrig und hat deshalb keine Probleme damit, eine Begleithundprüfung zu bestehen.
Aber nicht nur das : Er ist sogar ein Ass auf dem Agility- Parcours !
Wanderlustigen Menschen ist der Havaneser ein treuer Begleiter, der ausgedehnte Spaziergänge liebt.
In früheren Zeiten wurden Havaneser in Wanderbühnen und im Zirkus angetroffen.
keinem anderen Hund konnte man so leicht Kunststückchen beibringen.
der Havaneser - ein Clown in der Zirkusmanege.

Fremden gegenüber kann der Havaneser etwas zurückhaltend sein, Freunde werden allerdings schnell als solche erkannt und auch als solche behandelt. Besucher werden gebührend gemeldet, allerdings ohne dabei in hysterisches Gekläff zu verfallen. Das Gebell des Havaneser ist für seine geringe Körpergröße recht tief und wohlklingend und man würde hinter geschlossener Tür eher einen etwas größeren Hund vermuten. Generell kann man sagen, daß Havaneser sehr wenig bellen und deshalb auch gut ohne Schwierigkeiten in Mehrfamilienhäusern zu halten sind.

Der Havaneser ist ausssergewöhnlich intelligent und durch seine wache Neugierde sehr leicht zu erziehen.
Mit seinem offenen Wesen und seinem unwiderstehlichen Charme erobert er im Sturm jedes Herz und wird sehr bald Mittelpunkt jeder Familie .
Selbst Liebhaber grösserer Hunderassen verfallen dem natürlichen Charme des kleinen Havanesers.

Trotz seiner geringen Grösse möchte der Havaneser ernst genommen werden.
Seinen Menschen gegenüber ist der Havaneser sehr anhänglich, verschmust und treu. Er will überall mit dabei sein, egal ob Spaziergang, Wanderung, Bergtour, Autofahrt, Bootsfahrt, Surfbrett, im Flugzeug oder einfach nur auf dem Sofa. Wo auch immer Sie sind und was sie auch immer tun mögen, er wird stets ein guter Begleiter und Gesellschafter sein.

Er will ein richtiges Familienmitglied sein und auch so behandelt werden.
Havaneser sind sehr aufgeweckt, liebevoll und fröhlich, ihr spielerische, kameradschaftliche und drollige Art macht sie zum absoluten Liebling aller grösseren Kinder.
Der Havaneser tobt sozusagen mit Kindern um die Wette und möchte unentwegt mit ihnen spielen."

 

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Jeder der sich für einen Havaneser interessiert, wird irgendwann die Frage stellen, "was kostet mich so ein Tier eigentlich?" Folgendes sollten Sie bei diesem Thema bedenken:

Anschaffung:

Ein Havaneser ist ein Rassehund. Die Zucht von Rassehunden ist sehr kostenintensiv. Verantwortungsbewusste Züchter werden daher durch ihre Zucht auch nie reich werden. Es ist und bleibt in erster Linie ein Hobby, dass sich finanziell jedoch selber tragen sollte.

Bevor der erste Welpe einer Zucht verkauft werden kann, hat der Züchter eine ganze Menge an Vorleistung zu erbringen. Alles fängt mit der Anschaffung einer geeigneten Zuchthündin an. Noch bevor mit dem ersten Decken der Hündin begonnen werden kann, ist die Mitgliedschaft in einem Zuchtverband Voraussetzung. Nur über die Eintragung bei einer Zuchtbuchstelle sind ordentliche Papiere erhältlich, welche ein Nachweis über die Rassereinheit, die vorhergehenden Generationen der Zuchttiere und die ordnungsgemäße Führung der Zucht sind. Dann geht es weiter mit den regelmäßigen tierärztlichen Untersuchungen, Impfungen, Entwurmungen, ordentliche Ernährung mit hochwertigem Futter, Vorführung auf Hundeausstellungen, Bescheinigung der Zuchttauglichkeit und noch vieles mehr. Ist die Hündin dann so weit und kann gedeckt werden muss bereits im Vorfeld ein geeigneter Zuchtrüde gefunden werden, der insbesondere von der Linie her zur Hündin passt. Dazu sind oft auch weite Anfahrten notwendig. Am Ende ist noch das Deckgeld zu entrichten.

Verläuft die Trächtigkeit dann planmäßig steht etwa 2 Monate später die Geburt an. Und schon muß der Züchter wieder finanziell in Vorleistung gehen. Die kleinen werden in den ersten 8 Wochen mehrfach entwurmt, tierärtzlich untersucht, müssen geimpft und mit einem Microchip zur Identifizierung versehen werden, der Zuchtwart des Zuchtverbandes muss den Wurf begutachten und abnehmen und schließlich werden die Papiere ausgestellt.

Wenn bis dahin alles gut gegangen ist können die Welpen nun in ihr neues Heim umziehen, und ihren neuen Besitzern viel Freude schenken.

Vor diesem Hintergrund sollte es allen verantwortungsbewussten Hundefreunden klar sein, dass ein Welpe eben nun mal nicht als Schnäppchen zu haben ist. In Deutschland müssen Sie mit einem Kaufpreis von mindestens 850 – 1300 € rechnen. Den genauen Preis wird Ihnen der Züchter dann persönlich nennen. Alles was weniger ist sollte sehr sehr kritisch hinterfragt werden. Kein Züchter kann es sich leisten auf Dauer draufzuzahlen. Also muss dann irgendwo das Geld eingespart werden. Nicht selten stammen sehr preiswerte Hunde aus äußerst dubiosen Quellen und Massenzuchten, oft aus dem Ausland, ohne jede Kontrolle und teilweise unter erbärmlichen Bedingungen aufgezogen.

Bedenken Sie bitte dies bei ihrer Entscheidung.

Ein seriöser Züchter wird keine Probleme haben seine Zuchtstätte zu zeigen. Und was in der Regel unbezahlbar ist, er wird Ihnen auch stets beratend zur Seite stehen, egal ob Sie sich erst über die Rasse an sich informieren wollen, einen Welpen bei ihm kaufen wollen oder ob der Kauf schon Jahre zurückliegt.

laufende Kosten:

* Wenn Sie den kleinen Welpen erst einmal in Ihren Armen halten werden Sie schnell spüren, wie viel Freude er einem schenken wird. Trotzdem noch ein kurzer Blick auf die laufenden Kosten, die im eigenen Budget eingeplant werden sollten:
* Zunächst einmal die Futterkosten. Wenn Sie auf ein hochwertiges Trockenfutter zurückgreifen sollten Sie umgerechnet mit 0,50 € - 1,-- € pro Tag auskommen.
* Einmal im Jahr ist die Grundimpfung fällig. Die Tierarzthonorare hierfür sind recht unterschiedlich. Im Schnitt sollten Sie hierfür 50-60 € einplanen.
* Regelmäßiges Entwurmen ist ebenso unverzichtbar. Bitte klären Sie sowohl den Preis als auch die Häufigkeit mit Ihrem Tierarzt ab. Im Schnitt kostet eine Entwurmung ca. 10-15 €. Einige Tierärzte raten prophykaktisch alle drei Monate zum Entwurmen, andere wollen erst einmal eine Kotprobe zur Untersuchung haben.
* Vorbeugender Schutz durch Antiparasitika gegen Zecken, Flöhe, Milben, etc. sollte auch selbstverständlich sein. Hierfür gibt es eine Vielzahl von Mitteln auf dem Markt. Klären Sie bitte mit Ihrem Tierarzt ab, welches für Sie das geeignetste ist. Für einen Havaneser belaufen sich die Kosten je nach Häufigkeit der Anwendung auf 25 – 40 € im Jahr.

Im Normalfall sollte dies ausreichen um dem Hund ein gesundes und zufriedenes Leben zu ermöglichen.

Hinzu kommt allerdings noch die Hundesteuer. Da diese von jeder Gemeinde eigenständig festgelegt wird ist eine pauschale Aussage zu der Höhe nicht möglich. Hier in der Region liegt sie derzeit bei 50 – 100 € pro Jahr für einen Hund. In Ihrer Gemeinde kann sie jedoch auch (deutlich) davon abweichen. Bitte erkundigen Sie sich hierzu bei ihrer Gemeindeverwaltung.

Gelegentlich werde ich auch gefragt, welche Versicherungen für einen Hund notwendig sind. Zu empfehlen ist immer eine Haftpflichtversicherung, da Schäden, die der Hund verursacht, nicht durch die privat Haftpflicht abgedeckt sind. Die Angebote hierfür gehen weit auseinander. Günstige Versicherungen sind schon für ca 40 € im Jahr zu haben. Nach oben hin ist alles offen. Ich empfehle Ihnen sich mehrere Angebote einzuholen und die Leistungen genau zu vergleichen.

Bitte beachten Sie
Bei den oben gemachten Angaben handelt es sich um Durchschnitts- und Erfahrungswerte. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von den individuellen Gewohnheiten und regionalen Gegebenheiten ab und können daher von den genannten Werten abweichen.

 

 

Ich wünsche Ihnen allen, allzeit viel Freude an Ihren Tieren